Es war meine erste re:publica. Und hoffentlich nicht die Letzte. Innerhalb von drei Tagen traf sich in Berlin am Gleisdreieck jeder, der über das Internet und seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft diskutieren wollte. Auf acht Bühnen liefen spannende Vorträge und Diskussionen, während im Innenhof und auf anderen Flächen die Möglichkeit bestand, die Menschen hinter Blogs und Twitternamen kennenzulernen.
Die Sessions waren allesamt interessant, auch wenn der Anspruch teilweise hätte höher sein können. So richteten sich fast alle Diskussionen an Einsteiger bzw. alle Zielgruppen. Auch das WLAN zickte des Öfteren, dafür hatte man mehr Zeit bei gutem Essen und tollem Wetter in Gesprächen zu versinken. Die Abende verbrachte man dann in stimmiger Atmosphäre oder in der Innenstadt.
Tolle Tage, die bei mir die Lust aufs Bloggen, Twittern und Besuchen weiterer Veranstaltungen erneut weckte.
Felix wohnt in Berlin. Eingezäunt von Hochhäusern und Erwartungen bekommt er mitgeteilt, ein Haus geerbt zu haben. Am Meer in Südfrankreich. Seine aktuelle Lebensumstände bringen ihn dazu, mit seinen besten Freunden aufzubrechen. Eine Reise ins Unbekannte, bei welcher die Protagonisten den Sinn des Lebens mehr als einmal hinterfragen.
Edgar Rai begleitet die drei Jungs in seinem Roman “Nächsten Sommer” auf leichtfüßige Art und Weise. Umschreibt distanziert Charakterfacetten, bringt den Tripp unterhaltsam auf Papier und liefert somit eine schöne Geschichte, die in mir ein gewisses Gefühl des Aufbruchs auslöste. Dabei wird keine konkrete Richtung vorgegeben, sondern vielmehr das Träumen verstärkt. Sind wir dort - wo wir gerade stehen - wirklich glücklich? Oder ist da noch mehr?
Ich freue mich auf diesen Sommer. Auf das, was kommen wird. Auf das, was bleiben wird.
Ich bin viel unterwegs. Ständig irgendwie auf der Reise. In Bahnen. Zu Fuß. Oder mit dem Flugzeug. Irgendwann hat man keine Lust mehr, Neuigkeiten aus dem iPhone zu streicheln. Irgendwann möchte man einfach nur lesen. Und deswegen habe ich mir einen Kindle gekauft. Ganz simpel. Ohne Touch oder Farbdisplay. Ein absolut lohnenswerter Kauf. Der Akku hält über mehrere Wochen hinweg und auch nach mehreren Stunden tun die Augen nicht weh. Bücher sind teilweise günstiger oder komplett kostenlos bei Amazon erhältlich. Das Gerät ist leicht, liegt super in der Hand und kann schnell in die hintere Hosentasche eingesteckt werden.
Und um spannende Artikel aus dem Netz auf den Kindle übertragen zu können, nutze ich Readability und seine Extension für Google Chrome. Zeitschriften hab ich keine abonniert - solange es die Brandeins nicht digital gibt, bleibe ich der gedruckten Variante treu. Achja: Buchgeschenke und Gedichtbände kauft man weiterhin gedruckt!
Mein Leben bräuchte einen Soundtrack. Jeder Moment sollte mit einer anderen Melodie untermalt sein. Und dabei könnte Spotify helfen. Der Dienst gibt einem Zugriff auf 16 Millionen Songs, die auf den eigenen Rechner oder das Smartphone gestreamt werden. Die Verknüpfung zu Facebook erlaubt das leichte Teilen von Liedern und kleine Anwendungen wie “We Are Hunted” oder “tape.tv” geben Musikempfehlungen. Eine Anbindung an last.fm scrobbelt jedes gespielte Lied, sofern man nicht in den privaten Modus wechselt. Sehr clever gelöst. Für monatlich 10 Euro entfällt die Werbung, das Wiedergabelimit und alle Lieder können offline angehört werden.
Um dieses Musikerlebnis ins Wohnzimmer auf mein Apple TV übertragen zu können, nutze ich Airfoil. Eine Software, die es erlaubt den Audio-Output einer bestimmten Anwendung auf Airplay-Geräte umzulenken. Klappt sowohl am Mac als auch unter Windows. Diese Kombination versüßt mir den Abend mit toller Musik (im Moment Frittenbude).
Die Zeisehallen in Hamburg-Altona waren ursprünglich Teil einer Fabrik für Schiffsschrauben und beherbergen nun sowohl kleine Läden als auch schöne Restaurants wie das Eisenstein. Herzstück des komplett renovierten Komplexes ist aber das Zeisekino mit ausgewählten Filmen, dem Kampf der Künste Slam oder dem Hamburger Filmfest. Ein perfekter Ort, um etwas Vergangenheit gepaart mit Kreativität zu erleben.
Ein perfektes Leben und dennoch nicht zufrieden. Luise und Flo sind seit Jahren ein Paar, wohnen nun in der eignen Wohnung und könnten doch so glücklich sein. Sarah Kuttner beschreibt in Wachstumsschmerz die Gemeinsamkeit und darauf folgende Trennung.
Sehr aufmerksam beobachtetes Gegenwartsdrama, das die Quarter-Life-Krise heutiger Großstadtmenschen auf erschreckend realistische Art schildert. Ein guter Roman für morgendliche U-Bahn-Fahrten.
Jahr für Jahr erlebt man neue Dinge. Sammelt Erfahrungen. Und lernt aus diesen. Doch dann kommt ein Punkt, an dem man gewisse Entscheidungen hinterfragt. Mavis Gary ist an diesem Punkt angelangt. Früher das beliebte Mädchen - heute Alkoholikerin. Geschieden. Unglücklich.
Young Adult erzählt die Rückkehr in ihre Heimatstadt. Die Suche nach der verflossenen Liebe. Eine Reise durch die Vergangenheit. Ein Thema, das im Moment omnipräsent scheint. Vielleicht der Grund, weshalb ich im Kino fast eingeschlafen bin? Oder die Oberflächlichkeit der Charaktere…
Zusammen ist man weniger allein. Vier völlig verschiedene Charaktere treffen in einer Pariser Wohnung aufeinander. Jeder hat seine Ansichten. Seine Vergangenheit. Und dennoch hält sie etwas zusammen.
Leider fehlt dem Stück aber eine klare Linie. Die zentralen Themen verlaufen sich. Bleiben teilweise ungeklärt und enden abrupt. Ich verlies das Theater relativ unzufrieden. Bis zum 5. April könnt ihr euch vom Gegenteil überzeugen.
Ich mag tiefgehende Gespräche. Auch zu Themen, die man sonst nicht so gerne diskutiert. Man lernt Menschen auf diese Art sehr gut kennen. Bekommt einen ganz anderen Einblick. Die Journalistin Eva Schulz hatte vor einiger Zeit mit unbequemen Interviews begonnen. Dabei sind bis jetzt sehr interessante Meinungen und Aussagen zusammen getragen worden. Freue mich auf weitere Teile.
Fährt man durch Hamburg, so sieht man sie überall: Plakate der Kampagne “Vielfalt, Mann!” werben für den Ausbildungsberuf des Erziehers. Ich selbst habe schon vor langer Zeit kurz mit dem Gedanken gespielt, auch Kindergärtner zu werden. Die Vorstellung, mit neugierigen “Menschlein” die Welt zu entdecken, ist verdammt schön. Es ist klasse, wie aktiv und multimedial über verschiedene Kanäle für diesen tollen Beruf geworben wird. Mehr Informationen findet ihr hier.